Die Schrifthallen von Hells Gate
#1

Gabriel, der dunkle Kampfmagier

in Charakter-Profile 29.11.2003 17:26
von Gabriel

Silvermember
| 129 Beiträge

Es war eine dunkle und stürmische Nacht in Minoc. Der strömende Regen tauchte den Wald in eine tiefe Dunkelheit. Der eisige Wind pfiff klagend durch die Baumkronen und peitschte gegen die Holzwände der kleinen Taverne. Doch drinnen in dem kleinen Gasthaus ‚zu den drei Eichen’ war es drückend heiss und stickig. Erst kürzlich war in der Stadt, keine 3 Meilen den Weg hinunter, eine neue Schiffsladung Weins aus Yew angekommen, und so war die Stimmung entsprechend gelöst. Es wurde viel gelacht, getrunken und geprotzt. An diesem Tag war ein breit gefächertes Klientel anzutreffen. Nicht nur die Bauernjungen und Holzfäller aus der Umgebung waren gekommen, auch einige der Mitglieder der Schmiedevereinigung Minocs liessen sich den neuen Wein schmecken. Der kleine, dicke Wirt hatte allerhand damit zu tun sich durch den prall gefüllten Innenraum zu drücken und die Gäste hin und wieder mit Scherzen bei Laune zu halten. Dabei musste er stets noch einen Blick auf seine junge Tochter werfen, die, da sie langsam in ein heiratsfähiges Alter kam, keinen Flirt mit den Bauern oder Fremden ausschlug. Sie war gerade dabei, sich zu einem jungen Holzfällersohn auf den Schoss zu setzen und der Wirt wollte soeben mit strengem Blick dazwischengehen, als plötzlich die schwere Eichentür der Taverne aufflog und der eisige Wind heulend hineinfuhr. Alle Gespräche und das Gelächter verstummten und alle richteten ihren Blick auf die mit einer dunklen Robe gekleideten Gestalt im Türrahmen. Nachdem sie die Tür wortlos hinter sich zugeworfen hatte, schlug sie sich die tiefe Kapuze aus dem Gesicht und entblösste das schöne aber wettergegerbte Gesicht einer jungen Frau. Stumm liess sie den Blick durch den Raum wandern, dann ging sie auf den einzigen freien Tisch im Raum zu. Die Sporen ihrer Reiterstiefel schlugen bei jedem Schritt laut auf den Boden und zogen noch mehr Aufmerksamkeit auf sie. Sie sank, mit dem Rücken zur Wand, auf einem Stuhl nieder. Nachdem sie kurz an ihrem Gürtel herumgenestelt hatte liess eine verzierte Schwertscheide auf den Tisch krachen. „Wirt! Zwei Becher Eures besten Weines für mich und meinen Meister.“ mit diesen Worten griff sie unter die Robe und brachte eine goldene Münze zum Vorschein, die sie dem schwitzenden Wirt entgegen warf. Er fing sie ungeschickt auf und machte sich schnell daran, seiner kleinen Tochter aufzutragen, ihren Wunsch zu erfüllen. Die Stimmen wurden langsam lauter und in der Taverne kehrte wieder ein geschäftiges Treiben ein. Die Fremde sah sich mit kaltem Blick um und entspannte sich dann sichtlich auf ihrem Holzstuhl. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. Die kleine Wirtstochter kam mit zwei grossen Holzbechern in den Händen an ihren Tisch und stellte sie vor der Fremden ab. Dabei huschte ihr Blick über das Runenschwert auf dem Tisch. All ihren Mut zusammennehmend liess sie sich frech auf dem Stuhl gegenüber nieder und schickte sich an etwas fragen. Der Wirt der alles gesehen hatte, kam zum Tisch gepoltert und wollte sie soeben rügen. „Liamé, was fällt dir ei….“ . Die Fremde liess ihn mit einer gebieterischen Handbewegung verstummen und sah ihm ins Gesicht. Mit langsamer und tiefer Stimme erklärte sie: „Es ist nichts verwerfliches daran, nach Wissen zu fragen, wenn man es nicht besitzt. Viel verwerflicher ist es, nicht zu fragen und vielleicht an seiner Unwissenheit zu sterben. Wenn es eines ist, das mein Meister mich gelehrt hat, dann genau das.“ Und zu Liamé gewandt: „Frag nur Kind, was immer du wissen willst.“ Sie sah sich nach ihrem Vater um der sich unterwürfig gesenkten Hauptes wieder den anderen Gästen zuwandte, dann schoss es aus ihr heraus: „Seid… seid Ihr eine der berühmten Amazonen?“ Sie wies auf das Schwert der Reisenden. Diese lachte amüsiert auf. „Nein mein Kind, keine Amazone. Mein Meister, lehrt mich zwar die Beherrschung des Schwertes, jedoch liegt unsere wahre Kunst in der Magie. Ich bin eine Kampfmagierin und werde noch lange lernen müssen, bevor ich mich vielleicht Amazone nennen könnte.“ Sie schmunzelte während sie redet. Die Augen der kleinen Liamé weiten sich vor Respekt. „Bitte Fremde, erzählt mir eine Geschichte von Euren Reisen, hier in Minoc haben wir so selten Besuch von Euresgleichen. Ihr würdet mir eine solche Freude machen.“ Als sie bemerkt hatte, dass sie damit ihre Kompetenzen vielleicht etwas überschritten haben könnte, senkte sie unterwürfig den Blick, aber die Fremde antwortete ihr: „Mein gutes Kind, ich war früher nicht viel anders als du,“ Ihr Blick schweift kurz in die Ferne, „Ich werde dir gern ein bisschen erzählen… Als ich noch jung war, ungefähr so alt wie du jetzt da wohnte ich in einem Dorf, weit weit im Süden. Ich stammte aus einer Holzfällerfamilie. Wir waren sehr arm und ich musste oft hungern. Doch bis zu jenem bitteren Tag an dem sich alles ändern sollte, war ich das glücklichste Kind auf Erden.“ Ihr Gesichtsausdruck versteift sich kurz und mit verbitterter Stimme: „An einem Tag im Herbst war ich wie sonst auch im Wald Pilze sammeln. Da traf ich auf einen dunklen Reiter. Ich hatte unglaubliche Angst vor ihm und lief davon, doch es war ein leichtes für ihn, mich einzuholen und mich zu greifen. Ich wehrte mich mit aller Kraft aber ich konnte mich nicht von ihm befreien. Er war auf der Suche nach drei gesuchten Halsabschneidern die einen seiner damaligen Schwertbrüder bestohlen hatten und die auf der Flucht durch unser Dorf gekommen sein könnten. Schon seine Stimme liess mich damals frösteln, vor allem als er sagte, er suche sie um an ihnen seine blutige Rache zu verrichten. Damals wusste ich nicht, welch unglaubliches Glück ich hatte von ihm gefunden worden zu sein. Ich führte ihn also zu unserem Dorf, doch als wir ankamen blieb mir das Herz in meiner jungen Brust stehen. Das Dorf stand in hellen Flammen und schon von weitem konnte man das fürchterliche Schreien und Wehklagen der Verwundeten hören. Überall war dunkler Rauch und Russgeruch hing in der Luft. An diesem Tag dachte ich, die Hölle aus den Erzählungen vor mir zu sehen. Wie vom Schlag getroffen lief ich zu dem Haus meiner Familie, doch es war zu spät, die Flammen hatten sich schon des Hauses angenommen. Ich weinte bitterlich, wo ich doch alles verloren hatte. Meine Familie, mein Heim, meine Zuversicht. Das war der Tag, an dem sich Gabriel, mein Mentor, sich meiner annahm. Ihn schien das ganze Szenario völlig kalt zu lassen und damals hasste ich ihn für seine Härte. Doch einige Monate später stellte sich heraus, dass gerade die drei Diebe, die er jagte, diejenigen gewesen waren die das Feuer gelegt hatten. Als wir sie letztendlich stellten und es zu einem Kampf zwischen ihnen und Gabriel kam, konnte ich zum erstenmal ermessen, über welche vernichtenden Kräfte mein Begleiter verfügte. Er überliess sie mir um meine Eltern an ihnen rächen. Von diesem Tag an fand ich gefallen an seiner Art. Ich erkannte ihn als meinen Lehrmeister und als meinen Pflegevater an und er schien mich als seine Schülerin zu akzeptieren.“ Sie machte eine lange Pause und nahm einen tiefen Schluck Wein aus dem Becher. Liamé sah sich hastig nach ihrem Vater um, dann hakte sie neugierig nach: „Gabriel, Euer Meister, erzählt Ihr mir etwas über ihn?“ Die Fremde sah ihr tief in die Augen und nickte dann langsam. „Ich reite jetzt seit mehreren Jahren mit ihm und doch kann ich nicht sagen, ihn zu kennen. Keiner scheint es wirklich zu tun. Die wenigen Gefährten und Freunde von ihm, die ich kennenlernen durfte, schienen keine Ausnahme zu bilden. Niemand weiss, wo er geboren wurde, keiner kennt seine wahren Beweggründe. Er achtet peinlich genau darauf, nur soviel wie nötig von sich preiszugeben, doch eines kann ich über ihn nach all der Zeit sagen. Er ist absolut unberechenbar. In einem Moment ist er der freundlichste und väterlichste Mann den ich kenne, im anderen ist er wie ein unaufhaltsamer Orkan, gewalttätig und ohne Rücksicht. Es schlummert noch unendlich viel destruktive Kraft in ihm, und dem gnade Gott, der es wage sollte sie zu entfesseln.“ Sie machte wiederum eine Pause um zu trinken. Die kleine Liamé hing gespannt an ihren Lippen und wartete darauf dass sie fortfuhr. „Durch seine ungewöhnliche Art schuf er sich über die Zeit natürlich auch beachtlich viele Feinde, durchaus auch mit ernstzunehmender Mächtigkeit. So führt er ein ständiges Nomadenleben und zieht von Ort zu Ort, immer auf der Suche nach einer würdigen Herausforderung.“ Sie wollte soeben fortfahren zu erzählen als die schwere Eichentür erneut aufgeworfen wurde. Der Wind fuhr abermals mit dämonischem Zischen in den Raum hinein und liess alle erschaudern. Die hochgewachsene Gestalt in der Tür, gekleidet in schwarzer Robe und Umhang trat hinein, und schlug die Tür mit lautem Krachen hinter sich zu. Wiederum blickten alle Gäste auf und verstummten in ihren Gesprächen. Der Neuankömmling zog sich die Kapuze aus dem Gesicht und sein langes blondes Haar fiel auf seine Schultern. Seine tiefen blauen Augen schweiften in dem Raum umher und verweilten auf der Fremden. Mit zwei Handbewegungen gab er ihr stumm etwas zu verstehen. Sie zuckte innerlich zusammen, denn sie wusste genau was diese Zeichen zu bedeuten hatten. Sie spannte sich und in abgehacktem Ton sagte sie zu Liamé: „Es ist besser, wenn du dich in eine Ecke zurückziehst Kind! Hier ist bald kein sicherer Ort mehr für dich.“ Auch die kleine Liamé zuckte dabei zusammen und blickte von dem Mann zu ihr. Der Fremde ging derweil auf den ersten Tisch in seiner Nähe zu und das Licht fiel kurz auf ein langes gezacktes Schwert an seiner Seite. Mit herrischer Stimme befahl er den drei Bauern aufzustehen und Platz zu machen. Als sie die Stimme erheben wollten, maaß er sie mit einem Blick der ihnen durch Mark und Bein ging. Früher hatte sie geglaubt, das nur Inquisitoren des Palas des `lodernden Blickes’ mächtig seien, doch Gabriel hatte sie oft eines Besseren belehrt. Die drei Jungen standen auf und trollten sich Mit einer kräftigen Bewegung riss dieser den Tisch um und schon ihn zur Seit. Mittlerweile hatten alle Gäste innegehalten und richteten ihre Aufmerksamkeit auf Gabriel. Dieser besah sich den neu geschaffenen Platz und nickte zufrieden, dann schwang er sich den Umhang von den Schultern und legte ihn fein säuberlich auf einen anderen Tisch. Dann knüpfte er die Robe aus und legte auch sie dazu. Unter der Reisekleidung trug er einen schimmernden Kettenpanzer der über und über mit geheimnisvollen Runen übersäht war. Mit der Hand gab er ihr das Zeichen, sich für einen Kampf bereit zu machen. Sie hatte diese Geste nun schon so oft gesehen und trotzdem löste sie immer noch eine unbändige Spannung in ihr aus. Sie versteifte sich und nickte stumm. „Es sind fünf.“ sagte er in gewohnt nüchternem Tonfall. Die anderen Gäste betrachteten stumm die Situation und warteten ab. „Wir werden uns hier zum Kampf stellen, der wenige Platz und die vielen Unschuldigen ergeben uns den entscheidenden strategischen Vorteil.“ Gabriel drehte sich zur Tür und griff sein Schwert vom Gürtel. Er schloss die Augen und intonierte einen leisen Singsang. Auch seine Schülerin stand nun hinter ihrem Tisch und griff nach dem Schwert. Sie wog es in der Hand, wie sie es so oft schon vor einem Kampf getan hatte. Die Aufregung erreichte ihren Höhepunkt und alle redeten wild und ungläubig durcheinander. Unbeeindruckt und immer noch mit geschlossenen Augen stiess Gabriel das furchteinflössend gezackte Schwert in den Holzboden und zog einen Halbkreis um sich. Von draussen klang lautes Pferdegewieher durch den Sturm und es wurde wieder stumm im Gasthaus. Schon wurde die Tür erneut aufgestossen und durch die Öffnung strömten mehrere Bewaffnete in schweren Rüstungen und gezogenen Schwertern. Der Anführer deutete mit der freien Hand auf Gabriel und wollte etwas sagen aber er kam nicht dazu. Gabriels Singsang hatte sich zu einem lauten Schreien gesteigert. Aus seiner Linken entsprangen lodernde Flammen und mit einer werfenden Bewegung schleuderte er einen wabernden Feuerball in die Türöffnung. Der Anführer warf sich zur Seite und konnte so der vollen Wucht des Feuerballs entkommen. Der Flammenball fuhr durch die Tür und von draussen waren erstickte Schreie zu hören. Auch in der Taverne vermischten sich nun die ängstlichen Schreie der Frauen mit dem kehligen Brüllen der Männer. Während sich der Anführer hochrappelte traten zwei weitere Männer ein und stürzten sich mit gezogenem Schwert auf Gabriel der sie seinerseits schon mit gezogenem Schwert und selbstsicherem Gesicht empfing. Den Hieb des ersten Angreifers, der von oben nach unten durchgezogen war um ihn in zwei Teile zu spalten, fing er geschickt mit seiner Klinge ab. Als die beiden Schwerter aufeinanderprallten ertönte ein lautes Kreischen und Funken stoben zur Seite. Der Zweite führte einen niedrigen Stich gegen seinen Bauch aber da er schlecht gezielt war, war es ein leichtes für Gabriel auszuweichen. Er sprang zurück und deutet mit dem Finger auf die beiden. Ein gezischter Behl und ein tiefer Blick in ihre Gesichter liess beide mitten in ihren Bewegungen innehalten als würden sie von Geisterhand gehalten. Der eine gab ein erschrockenes Grunzen von sich, die Augen des anderen weiteten sich vor Panik, als beide nichteinmal ihre Schwerthände senken konnten. Ohne zu zögern und mit einer einzigen fliessenden Bewegung schlug er ihnen beiden den ungeschützten Kopf ab. Das ängstliche Geschrei in dem kleinen Raum steigerte sich zu einem fürchterlichem Crescendo, als die beiden leblosen Körper hintenüberfielen. Ungerührt davon und immer noch auf seinem Platz stehend wendete sich Gabriel dem nächsten Gegner zu, der wild brüllend durch die Tür stürmte. Sein Brustpanzer war stark verkohlt und auch sein Gesicht war verbrannt. Wütend schnaubend sprang er auf Gabriel zu, der dessen Angriff schon erwartet hatte. Auch diesen Angriff parierte er mit seiner Klinge, die Wucht des Schlags liess ihn jedoch einen Schritt zurückweichen. Das schien dem Anführer den Mut zu geben, seinerseits anzugreifen. Die beiden bestürmten Gabriel und drängten ihn Hieb um Hieb immer weiter zurück. Sie wollte in den Kampf eingreifen und ihrem Meister helfen, doch mit einer hastigen Bewegung gab er ihr zu verstehen sich zurückzuhalten. Hin- und hergerissen schätzte sie die Situation ab, wagte es aber nicht ihm zuwiderzuhandeln. Seine Überlegenheit hatte sich stets in absoluter Präzision und Konsequenz gezeigt und so hielt sie still und sah zu. Die drei hielten kurz inne um sich zu umrunden und abzuschätzen. Gabriel atmete schwer und blutete bereits aus mehreren Schnittwunden doch auch seine Attacken hatten Spuren hinterlassen. Beide Gegner waren schwer verwundet und die Kräfte schienen ausgeglichen. Blitzschnell sprang er vor, schrie ein Wort der Macht und berührte den verbrannten Söldner an der Brust. Dessen Augen weiteten sich und, als wäre er von einem Stier getreten worden, flog er hintenüber gegen die Wand und lieg blieben. Der Anführer blickte von seinem Gefährten zu Gabriel, der ihn mit funkelnden Augen musterte. Unschlüssig sah er sich um doch dann schnellte ein hämisches Grinsen über seine Lippen und er warf sich erneut zur Seite. In der Türöffnung erschien ein weiterer Söldner, dieser jedoch war nicht mit der schweren Plattenrüstung der anderen gekleidet und er trug auch keine offensichtlichen Waffen am Körper. Um seinen Hals hatte er eine lange Kette hängen an der mehrere kleine Fetische hingen, einen davon hatte er mit der Hand umschlossen und murmelte leise Worte. Aus seinen Augen zuckte ein heller, roter Blitz und sprang in Richtung Gabriel durch den Raum. Der halbkreisförmige Riss, den Gabriel auf dem Boden gezogen hatte, leuchtete blau auf. Bevor er getroffen wurde, vielleicht eine Handbreit vor seinem Gesicht, traf der Blitz auf einen bläulichen Schild. Es ertönte ein laute Knall und ein durchdringendes Leuchten tauchte den Raum in weisses Licht. Das Geschrei der Unbeteiligten war fürchterlich. Als beides verschwunden war stand da ein hämisch grinsender Schlachtenmagier ohne ersichtlichen Schaden davongetragen zu haben. Mit ungläubigen Blick starrte ihn der fremde Magier an und murmelte erstaunt. Gabriel setzte nun seinerseits zu einem Zauber an und deutete mit der Faust auf ihn. Der Schamane würgte und griff sich an den Hals. Ohne den erstaunten Blick von Gabriel zu wenden sank er langsam in sich zusammen. Nun war nur noch der Anführer der fünf auf den Beinen. Er sah sich panisch nach einer Fluchmöglichkeit um und lief auf die Tür zu. Gabriel hatte sich schon zu seiner Schülerin umgedreht und nickt ihr auf ihren fragenden Blick hin stumm zu. Sie sammelte ihrerseits ihre Kräfte und trieb dem Flüchtenden einen leuchtenden magischen Pfeil in den Rücken. Durch die Wucht umgeworfen schaffte der es nichteinmal die Tür zu erreichen. Er fiel lautlos auf den Bauch und blieb liegen. Zufriedenen Blickes sahen beide sich um. Ihr Blick fiel auf die kleine Liamé die sich unter einem Tisch in Sicherheit gebracht hatte. Sie schien sich, im Gegenteil zu allen anderen nicht im Geringsten zu fürchten. Mit neugierigem Blick musterte sie die beiden. Gabriel schien die junge Wirtstochter nicht zu bemerken, er sammelte seine Kräfte um einen letzten Zauber zu sprechen. Die Fremde warf Liamé einen kleinen Lederbeutel mit Münzen zu und sagte mütterlich: „Für deinen Vater, Kleine. Und erinnere dich an meine Worte. Frage lieber, bevor du es nicht tust, irgendwann könnte dein Leben davon abhängen.“ Mit diesen Worten ging sie auf Gabriel zu der, die Arme weit ausgebreitet, ein leuchtendes Weltentor erschaffen hatte. Das Blitzen und Blinken des Tors tauchte den Raum in ein violettes Glimmern, dann waren beide verschwunden und das Tor fiel in sich zusammen. Dann herrschte Stille…


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